Kajaken im Winter

Kajaken im Winter
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Zuhause fernab der Heimat

Kajaken im Winter ist alles, bloss nicht kalt. Wärmende Trockenanzüge garantieren ein Erlebnis der Extraklasse auf dem winterlichen Brienzersee. Diesen hat Dave Storey für sich entdeckt. Der gebürtige Engländer zeigt seinen Gästen steile Felswände, mystische Stimmungen und die Kraft der Natur.

«Zuhause fernab der Heimat» (Video: Schweiz Tourismus)

Bönigen am Brienzersee

Bönigen liegt eingebettet zwischen eindrucksvollen Bergflanken der Berner Oberländer Alpen am Südufer des Brienzersees und gehört zur Ferienregion Interlaken.


Kajaken ist ein Lebensstil

Geboren und aufgewachsen ist Dave in Manchester. Seit seiner Kindheit ist Kajaken seine grosse Passion. Seinen Lebenstraum hat er sich in der Schweiz erfüllt: Am Brienzersee führt er seine eigene Kajakschule. Fast ebenso erfüllend wie ein Paddel-Ausflug ist für Dave, Gäste die Magie des Kajakens erleben zu lassen. «Der Moment, in dem die Neulinge von Begeisterung gepackt werden - grossartig.»


«Es spielt keine Rolle, was das Wetter macht. Es ist immer ein besonderes Erlebnis.» Dave Storey
Kajak-Coach



Es ruckelt und klirrt hinter dem Hotel Oberländerhof. Über Nacht sind die Boote festgefroren. Mit einem Ruck hievt Dave sein Kajak aus dem Gerüst und entfernt Schnee und Eis. Bevor seine Gäste eintreffen, macht sich der Engländer für ein paar Züge allein auf zum See. Schnee und Kälte schrecken den geübten Paddler nicht im Geringsten ab, ganz im Gegenteil: «Im Winter ist es am schönsten zum Paddeln», schwärmt er, «dann herrscht eine einzigartige Stimmung auf dem See.» Tatsächlich hat der See im Winter etwas Mystisches, weit und breit kein Boot, der See spiegelglatt – es herrscht totale Ruhe.

Auf ins eisige Nass

Wie gelbe Michelin Männchen kauern die Gäste lachend im Kreis und pressen die überschüssige Luft aus ihren Trockenanzügen. Diese sollen schliesslich warmhalten und nicht die Bewegungsfreiheit einschränken. Langsam steigt die Anspannung. Nach ein paar Trockenübungen geht es auf ins eiskalte Wasser. Wenige Züge genügen und die meisten haben den Dreh raus. Und sonst gibt es hilfreiche Tipps vom Coach. «Das Boot ist eine Verlängerung des Körpers», erklärt Dave und zeigt, wie man Kurven zieht. Er geniesst diese Interaktion mit den Gästen.

Paddel-Paradies

Das Wasser türkis-blau und glasklar: Wenn man nahe den senkrecht abfallenden Felsen paddelt, hat man fast das Gefühl zu schweben. «Der Brienzersee ist einfach einzigartig», schwärmt Dave. Eingebettet zwischen zwei Bergketten bietet der See ein aussergewöhnliches Naturerlebnis. Denn seine Ufer sind grösstenteils unverbaut: «Wir können hier überall aussteigen und Pause machen. Es ist ein Naturparadies.»

Verliebt in der Schweiz

Eigentlich war Dave nur für eine zweiwöchige Skilehrer-Ausbildung in die Schweiz gekommen – daraus sind jetzt schon mehr als 10 Jahre geworden. Geblieben ist er der Liebe wegen. In der Physiotherapie hat er die Frau seines Lebens kennengelernt – Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Und ganz allgemein hat der gesellige Engländer schnell Anschluss gefunden, auch ein Job im Wintersportgeschäft liess nicht lange auf sich warten. Nur eines hat Dave als waschechter Naturbursche zunehmend vermisst: «Ich wollte unbedingt mehr raus in die Natur und wieder mehr paddeln.»

Ein Ausflug zum Brienzersee hat es ihm angetan. «Das war so ruhig und einfach ein perfekter Ort zum Paddeln», erinnert sich Dave. «Ich konnte gar nicht glauben, dass es noch keine Kajaktouren gab.» Letzten Endes war dies der Anstoss, sich etwas Eigenes aufzubauen – ein Gedanke mit dem Dave schon öfters gespielt hatte.



«In ganz ruhigen Momenten sieht man die Reflexion der Berge.» Dave Storey
Kajak-Coach

Vom Parkplatz zum Lebenstraum

Mit nur fünf Booten hat alles angefangen. Auf einem einzigen Parkplatz hinter dem Hotel Oberländerhof in Bönigen. Heute hat die Kajakschule Hightide einen festen Platz im Strandbad in Bönigen und bietet ganzjährig Touren und Kurse an. Ein kleines Familienunternehmen mit grossem Erfolg. Doch der kommt nicht von Ungefähr. «Es ist nicht ganz einfach vom Outdoor-Sport zu leben», erklärt Dave, «und ich verdanke viel meinem Team.» Es ist kein alltäglicher Job, da ist viel Leidenschaft mit im Spiel.

hightide.ch

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