Berner Spezialitäten

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Berner Spezialitäten

Zwischen Weltruhm und Geheimtipp

Fondue kennt jeder. Doch der Kanton Bern wartet mit noch viel mehr kulinarischen Spezialitäten auf – vom Ingwer-Likör über das Mandelbärli bis zu Ragusa. Einigen begegnet man öfters, andere muss man regelrecht suchen.

Ovomaltine: Ein Schweizer Klassiker

Jedes Schweizer Kind liebt die morgendliche „Ovo“. Angefangen hat alles 1865 in einem Labor in der Berner Altstadt. Der Apotheker Dr. Georg Wander entwickelte ein Malzextrakt gegen die damals weit verbreitete Mangelernährung. Sein Sohn Albert – auch er Chemiker und Apotheker – verfeinerte es, reicherte es an mit weiteren Kraftspendern und rundete es ab mit Kakao. 1904 kam die Ovomaltine auf den Markt und wurde als medizinisches Präparat verkauft. Doch bald wollten auch gesunde Menschen „Ovo“ trinken, vor allem Sportler: 1932 übernahm Ovomaltine die Verpflegung für Athleten an den Olympischen Spielen. Heute gibt es eine ganze Vielzahl an Ovomaltine-Produkten, vom Brotaufstrich über Snacks bis zum Müesli.
ovomaltine.ch
Ovomaltine, Region Bern
Ovomaltine, Region Bern

Ingwerer: Süss und scharf

Erst wars ein Geheimtipp, gebraut in der eigenen Küche, verschenkt an Freunde. Heute ist der Ingwerer das Berner Trendgetränk schlechthin, getrunken von Genf bis St. Gallen. Aber wie kams dazu? Peppe Jenzer, Barkeeper im Café Kairo in Bern, hatte 2013 bei Freunden einen Ingwerschnaps probiert. Das geht besser, befand er, der Ingwer-Fan, und fing an zu tüfteln. Die ersten Flaschen Ingwerer kamen so gut an, dass er ein Start-up gründete. Nicht zu scharf, aber auch nicht zu süss ist seine Kreaktion. Besonders nett: Man kann die Schärfe des Likörs steigern, indem man die Flasche schüttelt. Übrigens, dies nur nebenbei, Ingwer galt schon im alten China als Aphrodisiakum…!
ingwerer.ch
Ingwerer Bern
Ingwerer Bern

Ragusa: Aus der Not geboren

Ragusa entstand aus der Not heraus: 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, waren Rohstoffe wie Kakao schwer erhältlich. Der Berner Schokoladefabrikant Camille Bloch kam auf die Idee, eine Masse aus gemahlenen und ganzen Nüssen mit feiner Schokolade zu umhüllen. Die Bezeichnung Ragusa hatte er der gleichnamigen Stadt in Kroatien entlehnt (das heutige Dubrovnik), wo er einst schöne Ferien verbracht hatte. Bis heute wird Ragusa mit demselben Rezept und derselben Methode hergestellt – und sogar von derselben Familie! Daniel Bloch leitet die Geschicke der Schweizer Chocolaterie in dritter Generation. Pro Jahr stellt das Unternehmen 3700 Tonnen Schokolade-Spezialitäten her.
ragusa.ch
Ragusa Courtelary, Jura & Drei-Seen-Land
Ragusa Courtelary, Jura & Drei-Seen-Land

Toblerone: Ein Weltstar

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich auf dem Gelände hinter dem Berner Hauptbahnhof mehrere Fabriken an, darunter die Schokoladenfabrik Tobler. Jean Tobler hatte bereits 1867 im Länggass-Quartier ein Schokoladengeschäft eröffnet und brauchte immer mehr Nachschub. 1908 erfand sein Sohn Theodor die Toblerone: eine Milchschokolade mit einer Honig-Mandel-Nougat-Füllung. Der Name ist eine Verbindung von Tobler und Torrone, eine italienische Nougatspezialität. Über die dreieckige Form ranken sich Legenden. Das Matterhorn hat allerdings nichts damit zu tun! Vielmehr kam Theodor Tobler die Idee während einer Vorstellung der „Folies Bergères“ in Paris, bei der sich die Tänzerinnen zu einer Pyramide formten.
toblerone.ch
Toblerone, Region Bern
Toblerone, Region Bern

Länggass-Tee: Berner Rosen

Das Länggass-Viertel hat sich seit dem Bau der Universität Bern zum lebhaften Studentenviertel mit vielen hübschen Cafés und originellen Geschäften gewandelt. Fast schon legendär ist der "Länggass-Tee" – ein Familienbetrieb in einem alten Tabakladen, den Katrin und Gerhard Lange 1983 gestartet haben und an dem mittlerweile alle vier Söhne beteiligt sind. Wer hier am Samstag brunchen will, muss ein halbes Jahr im Voraus reservieren! Den Tee „Berner Rosen“ kann man jedoch immer kaufen: Der feine Früchte- und Blütentee ist eine traditionelle Komposition aus dem Berner Bauerngarten und besteht aus Apfelstücken, Zimt, Karkade, Rosenblättern, Lindenblüten und Brennnesseln.
laenggasstee.ch
Längass-Tee Bern, Region Bern
Längass-Tee Bern, Region Bern

Mandelbärli: Kuchenteig statt Schokolade

Die Mandelbärli sind die süssen Botschafter der Hauptstadt Bern und das kulinarische Pendant zum Wappentier. Auch diese Berner Spezialität ist voller Geschichte: 1914 wurde die erste Bärenform von Friedrich Anton Reiche im deutschen Dresden hergestellt. Seine Metallformen war berühmt, alle grossen Schweizer Schokoladefabriken – von Lindt bis Tobler – waren seine Kunden. Aber erst 1989 kam die Berner Konditorei Glatz auf die Idee, zu ihrem 125-jährigen Firmenjubiläum die alte Bärenform zu verwenden. Man füllte sie aber nicht mit Schokolade, sondern mit einer feiner Kuchenmasse. Das Berner Mandelbärli war geboren! Heute ist der süsse Bär in zwölf Varianten erhältlich, von Irish Cream über Erdbeer bis Gluten- und Laktosefrei.
mandelbaerli.ch
Mandelbärli Confiseur Glatz, Region Bern
Mandelbärli Confiseur Glatz, Region Bern

Swiss Mountain Single Malt: Geist mit Geschichte

Wer mit dem Jubiläumswhisky der Brauerei Rugenbräu anstosst, ehrt nicht nur Getränk und Gegenüber, sondern auch die Geschichte: Im Jahr 1874 reist der Schotte Donald McDonald nach Interlaken und war betört vom Jungfraujoch und dem heimischen Bier. Auf einem Ausflug traf er die Bierbrauer Carl und Albert Indermühle, die ihm die Felsenkeller am Rugen zeigten. Man sass zusammen, trank erst Bier, dann Whisky. Zurück in der Heimat schrieb Donald McDonald seine Abenteuer auf. Mehr als 100 Jahre später liest ein schottischer Whiskybrenner diese Geschichten und beschliesst, den Spuren seines Landsmannes zu folgen. In Interlaken trifft er die Nachfolger der Bierbrauer Carl und Albert; inzwischen reifen im Felsenkeller verschiedene Whiskys. Der Schotte ist beeindruckt vom Schweizer Produkt – und wird Pate des Swiss Mountain Single Malt.
rugenbräu.ch
Swiss Mountain Single Malt, Ferienregion Interlaken
Swiss Mountain Single Malt, Ferienregion Interlaken

Kambly-Bretzeli: Emmentaler-Spezialität ohne Löcher

Butter, Eier und Mehl sind die Hauptzutaten der dünnen Kambly-Bretzeli. Die Biscuits aus dem Emmental gehören seit über 100 Jahren zu den beliebtesten „Guetzli“ der Schweiz. Und so kams dazu: Anfang des letzten Jahrhundert reiste eine junge Frau aus Trubschachen in die Romandie, wo sie den feschen Oscar Kambly traf. Die beiden verliebten sich, er folgte ihr nach Trubschachen, lernte Bäcker, perfektionierte das Bretzeli-Rezept seiner Schwiegerfamilie und verkaufte die Biscuits in seiner Bäckerei – mit Erfolg. 1910 gründete er die Firma Kambly und begann, die Naschereien in die ganze Welt zu exportieren. Heute führt sein Enkel die Firma – er hat unlängst eine Bretzeli-Variante mit Kokosraspeln lanciert.
kambly.com
Kambly Truebschachen, Region Bern
Kambly Truebschachen, Region Bern

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