Schöne Traditionen

Schöne Traditionen
Jodeln, Schwingen, Hornussen – die Berner Traditionen beglücken Einheimische wie Gäste gleichermassen. Auch weil die Bräuche bis heute im Alltag verankert geblieben sind.

Jodeln: Jutzen, Singen und Klingen

Lange bevor jeder Bauer ein Handy im Sack mitführte, verständigten sich Hirten und Sennen über weite Distanzen hinweg mit Juchzer und Alpschreien. Diese ursprünglichen Töne entwickelten sich später zum Jodeln, dem meditativen Singen ohne Text, das selbst abgebrühten Rock’n’Rollern ans Herz geht. In der Region Bern finden jedes Jahr zahlreiche Jodelfeste statt, die nicht nur akustisch Vergnügen bereiten: Man kann auch die wunderschönen und mit viel handwerklichem Wissen erstellten Trachten bewundern.

Hornussen: Krimi im Ries mit Nouss und Schindel

Es bedarf zwar ein Minimum an Grundkenntnissen, um das Spektakel um Nouss, Bock und Ries geniessen zu können; sobald man aber die Regeln verstanden hat, ist das Zuschauen am Rande des Ries (dem trapezförmigen Spielfeld) spannender als ein Agatha Christie Krimi. Beim Hornussen geht es für die schlagende Mannschaft darum, den Nouss (eine Art Puck) so weit als möglich ins gegnerische Feld zu schlagen, während die gegnerische Mannschaft versucht, ihn mit dem Schindel (Abfangschaufel in der Form einer Bäckerschaufel) so früh wie möglich zu stoppen. Wer mehr erfahren will, besorgt sich den ausgezeichneten Dokumentarfilm «Schlagen und Abtun» von Norbert Wiedmer oder fährt im Herbst an die Lenk, wo im Rahmen der AlpKultur® Tage Lenk ein Hornusserturnier samt anschliessender Party stattfindet.
Hornusserturnier an der Lenk


Schwingen: Hoselupf im Sägemehl

Wo wuchtige Mannsbilder in Zwilchhosen einander so lange «lupfen», bis die Schulterblätter des einen den Boden berühren, ist die Begeisterung der Zuschauer gross. Wann und wo das Schwingen, diese typische schweizerische Variante des Ringens, zum ersten Mal ausgeübt wurde, weiss niemand so genau. Es scheint, dass der Sport schon immer zur Schweiz gehörte – das suggerieren zumindest die «Schwinger-Darstellungen» aus dem 13. Jahrhundert in der Kathedrale von Lausanne. Einst massen sich dabei Sennen und Hirten, heute hat das Schwingen einen festen Platz in der Schweizer Sportlandschaft. An den zahlreichen Wettkämpfen – wie beispielsweise der Kemmeriboden-Schwinget, die auch als Wiege des Hosenlupfs gilt – ist die Stimmung einzigartig und das Publikum bunt durchmischt. Interessierten «Giele» und «Modis» bietet der Bernisch Kantonale Schwingerverband Einführungskurse an.
Schwingen Schnuppertag

Kulinarische Spezialitäten: Mehr als nur Löcher im Emmentaler

Ob die fast vergessenen Gramswürmleni (ein Gebäck, das in Fett gebacken wird und aussieht wie eine Raupe), der Gumpesel (eine Rohwurst mit starkem Rauchgeschmack), die berühmten Meringues oder der Burrehamme – die kulinarischen Spezialitäten des Kantons Bern sind so vielseitig wie seine Landschaft. Wer sie in Verbindung mit einem Ausflug erleben möchte, kann zum Beispiel ins ursprüngliche Emmental fahren und dort mit dem E-Bike der Kambly Erlebnis Tour folgen. Unterwegs besucht man verschiedene Produzenten und beendet die Tour in der Trubschacher Kambly-Fabrik.
Emmentaler Tradition erleben

Holzschnitzer: Wo aus dem Baum ein Alphorn entsteht

Eigentlich ist Brienz die Hauptstadt der Holzschnitzer. Doch auch im pittoresken Eggiwil weiss man, wie sich aus einem sperrigen Holzstamm ein filigranes Alphorn zaubern lässt. Die Familie Bachmann führt eine der letzten Alphorn-Werkstätten der Schweiz. Die Alphornmacherei bietet Alphornwerkstatt-Besichtigungen mit Führungen durch den Alphornmacher an.
Bachmann's Alphornmacherei



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